Evolution

Viele Menschen kennen den Prozess aus eigener Erfahrung, wie ihr Körper Dinge lernt, die sie sich vorher kaum zu erträumen gewagt hätten und wie sich der Körper dabei auch verändern kann, zum Beispiel

Natürlich sind die körperlichen Veränderungen, über die wir hier sprechen, nicht immer äußerlich sichtbar, wie z.B. die Veränderungen der Stimmbänder bei Sängern, die sich einen sehr großen Stimmumfang antrainieren oder ihre Kopfstimme extrem entwickeln oder die Veränderungen der Lunge und des Herzens bei Extremausdauersportlern.

Wenn der Körper extremen Anforderungen ausgesetzt wird, dann verändert er sich und passt sich an, um den Anforderungen gerecht zu werden. Die Wissenschaft bezeichnet das als erworbene Merkmale. Eigentlich wäre es aus dieser Erfahrung heraus absolut logisch anzunehmen, dass genau auf dieser Grundlage auch die Evolution abläuft, denn

Evolution bedeutet eine Erweiterung der Verhaltensmöglichkeiten. Als Evolution bezeichnet man die kontinuierliche Veränderung des Körpers so, dass sich neue Verhaltensweisen erschließen.

Und genau das Gleiche geschieht ja auch, wenn Menschen mit ihrem Körper neue Dinge lernen. Sie streben mit ihrem Verhalten über die gegenwärtigen Möglichkeiten ihres Körpers hinaus und der Körper folgt in seiner Entwicklung diesem Streben und ermöglicht das neue angestrebte Verhalten immer besser. Und dennoch verneint die Wissenschaft, dass erworbene Merkmale zu genetischen Veränderungen führen können. Ein solcher Schluss ist aber im logischen Sinne nicht zulässig:

Dass etwas noch nicht beobachtet oder wissenschaftlich bewiesen wurde, heißt nicht, dass es nicht auftreten kann!

Es lässt sich nicht im wissenschaftlichen Sinne beweisen, dass erworbene Merkmale nicht zu genetischen Veränderungen führen können! (Genauso wenig wie sich beweisen lässt, dass ein Ereignis Zufall ist.) Unter anderem lässt es sich auch deshalb nicht beweisen, weil es falsch ist! Die Wissenschaft behauptet das einfach, weil sich andernfalls das derzeit vorherrschende wissenschaftliche Weltbild nicht aufrechterhalten ließe. Für die Illusion, dass das gesamte Universum rein rational kontrollierbar sei, wird die Logik schon auch mal verbogen. Das geschieht natürlich unbewusst: Der Verstand glaubt tatsächlich, dass das richtig ist, weil er seine Illusion von Kontrolle für echte Kontrolle hält und deshalb echte Erkenntnis dahinter vermutet.

Stattdessen ließe sich aber beweisen, dass sich erworbene Merkmale auch genetisch niederschlagen können, weil es die Wahrheit ist. Aber es versucht natürlich niemand, mit großem Aufwand einen Beweis zu führen, der ihm anschließend einen Haufen Probleme in der wissenschaftlichen Welt einbringt.

Wenn sich erworbene Merkmale angeblich nicht weitervererben, wie kommt es dann, dass sich sportliche Höchstleistungen (z.B. in Form von Weltrekorden) von Generation zu Generation weiterentwickeln?

Wie sollte die Weiterentwicklung sportlicher Höchstleistungen generationsübergreifend möglich sein, wenn sich die körperlichen Voraussetzungen dafür nicht generationsübergreifend weiterentwickeln? Und wie sollten sich körperliche Voraussetzungen über Generationsgrenzen hinweg weiterentwickeln, wenn nicht über die Gene?

Der Verstand schreibt das alles sich selbst zu: Weil der Verstand sich so toll weiterentwickelt hat, steuert er nun den gleichen lahmen Körper wie vor 100 Jahren viel besser und erzielt so immer neue Höchstleistungen. Das ist natürlich kompletter Blödsinn:

Erworbene Merkmale bilden die Grundlage der Evolution! Die Evolution folgt dem Verhalten. Sie basiert darauf, mit dem Verhalten immer wieder in kleinen Schritten über die gegenwärtigen Verhaltensmöglichkeiten des Körpers hinauszugehen. Der Körper folgt dieser Entwicklung und passt sich den neuen Anforderungen immer besser an.

Der Prozess der Evolution lässt sich in mehrere Stufen unterteilen:

  1. Ein neues Vorhaben/Verhalten entsteht im Inneren der Psyche als Assoziation zur Wahrnehmung. Die Projektion aktueller Wahrnehmungen in die Zukunft lotet zukünftige Möglichkeiten aus. Einige dieser Möglichkeiten üben eine Anziehungskraft auf das Bewusstsein aus (Potential), der das Verhalten dann folgt.
  2. Die Psyche entwickelt zunächst rein inner-psychisch Pläne zur Umsetzung. Sie versucht das angestrebte Vorhaben mit den real vorhandenen materiellen Möglichkeiten zu verknüpfen.
  3. Das Verhalten macht erste Versuche, die sehr viel Anstrengungen, Aufmerksamkeit und Konzentration erfordern und auch nicht immer gelingen (nicht-gesetzmäßiges Verhalten des Körpers).
  4. Der Körper lernt dazu und das Verhalten lässt sich immer einfacher ausführen und ist öfter erfolgreich (nicht-gesetzmäßiges Verhalten des Körpers wird gesetzmäßig).
  5. Wenn das neue Verhalten so anspruchsvoll ist, dass es das erfordert, beginnt sich der Körper zu verändern.
  6. Wenn die körperlichen Veränderungen ein gewisses Maß überschreiten, werden sie auch genetisch verankert und so an die Folgegeneration weitergegeben.

Diese weiterentwickelte Evolutionstheorie passt perfekt zu genau den gleichen Beobachtungen wie Darwins Evolutionstheorie. Sie ersetzt einfach nur den Zufall aus Darwins Evolutionstheorie durch das Verhalten.

Wenn das Verhalten die Evolution bestimmt, führt das natürlich zwangsläufig auf die weiterführende Frage, wo dieses Verhalten herkommt bzw. wie es entsteht.

Die Wissenschaft kann nicht beweisen, dass die Evolution nicht dem Verhalten folgt. Das konnte sie auch vor 200 Jahren nicht, als schon Jean Baptiste de Lamarck das Verhalten als Triebfeder der Evolution erkannte. Die Wissenschaft wertet alternative Theorien einfach ab, obwohl sie vollkommen legitim sind und zu allen wissenschaftlichen Daten passen. Sie haben nur den kleinen Nachteil, das wissenschaftliche Weltbild auf den Kopf zu stellen, nach dem die leblose Materie Ausgangspunkt und Ursache alles Existierenden ist.

Darwins Evolutionstheorie vermischt Beobachtungen und Interpretation. Gesicherte Beobachtungen lassen sich so nicht von willkürlichen Interpretationen trennen, die ja eigentlich einen völlig legitimen Spielraum für alternative Evolutionstheorien bilden. Die Exaktheit und Einzigartigkeit von Darwins Evolutionstheorie ist eine Illusion, die darauf basiert, dass die zahlreichen willkürlichen Interpretationen darin als genauso unverrückbar feststehend mitverkauft werden, wie die unbestrittenen Beobachtungen, welche die eigentliche Grundlage für die Theoriebildung sind. Es ist das gleiche Prinzip der Illusionsbildung, das der Verstand an vielen Stellen unbewusst einsetzt. So, wie der Verstand die unbestrittene Exaktheit der Naturgesetze auf andere Teile der Realität überträgt, in denen sie gar nicht gegeben ist, überträgt er auch die Eindeutigkeit klarer Beobachtungen auf den Interpretationsanteil in Darwins Evolutionstheorie.

Genaugenommen sind es in Darwins Evolutionstheorie eine ganze Reihe von Defiziten, welche eine weitgehend willkürliche Interpretation als scheinbar wissenschaftlich feststehende Erkenntnis erscheinen lassen:

  1. die Vermischung von Beobachtung und Interpretation
  2. Darwins Evolutionstheorie baut ausschließlich auf körperlichen Merkmalen auf. Sie berücksichtigt das Verhalten gar nicht, soweit es sich nicht direkt aus bereits entwickelten körperlichen Merkmalen ergibt. Natürlich sind körperliche Merkmale auf wissenschaftliche Weise viel besser und eindeutiger zu erfassen als Verhalten. Um nachzuweisen, dass die Evolution dem Verhalten folgt, braucht man ja nicht das aktuelle Verhalten, sondern das Verhalten VOR Auftreten der körperlichen Veränderungen und das auch noch über sehr lange Zeiträume. Dass die Wissenschaft als Erkenntnismethode solche Einflussfaktoren nur schlecht erfassen kann, ist aber kein Manko entsprechender Theorien oder der Evolution selbst, sondern einzig und allein ein Manko der Wissenschaft als Erkenntnismethode. Die Wissenschaft stellt sich selbst als allumfassende und einzig legitime Erkenntnismethode dar und verleugnet dann Einflussfaktoren, für deren Erfassung sie einfach nicht so gut geeignet ist. Sie vertuscht auf diese Weise ihre Begrenzungen.
  3. Wissenschaft erlaubt es nicht, eigene Beobachtungen in wissenschaftliche Erkenntnis einzubeziehen. Wir sind Lebewesen und als solches ein Teil der Evolution. Also wäre es doch naheliegend, an sich selbst zu beobachten, wie die Evolution funktioniert. Aber genau das ist wissenschaftlich nicht erlaubt, obwohl es eine wichtige und völlig legitime Form von Erkenntnis ist (Selbsterkenntnis). Die wissenschaftliche Erkenntnismethode verlangt, dass etwas bei (möglichst vielen) anderen "Beobachtungsobjekten" beobachtet wurde. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass" ist in der Wissenschaft verboten, obwohl es eigentlich die grundlegendste Form von Erkenntnis ist.

Wissenschaft geht davon aus, dass der Einzelne zu fehlbar ist, um vernünftige Erkenntnis hervorzubringen. Deshalb hat die Wissenschaft ein System gegenseitiger Kontrolle etabliert, das als Bedingung für Erkenntnis die Anerkennung durch viele andere Wissenschaftler fordert. Genau dieses System sorgt nun aber dafür, dass die kollektiven Irrtümer nicht mehr durchbrochen werden können, die sich aus dem Hang des rationalen Verstandes zur Bildung von Illusionen ergeben.

Wie oft schon hat sich in der Geschichte das, was die Allgemeinheit für richtig hielt, als falsch herausgestellt? Die Geschichte des Menschen ist eine lange Abfolge kollektiver Irrtümer! Und daran hat sich auch mit der Wissenschaft als scheinbar unfehlbarem Erkenntnisprinzip gar nichts geändert. Das liegt an den grundsätzlichen Defiziten des rationalen Verstandes in Kombination mit seinem Hang zur Selbstüberschätzung.

Dass sich die Irrtümer über die Evolution so lange halten konnten, liegt vor allem daran, dass ein Beweis des Evolutionsprozesses sehr langwierig und aufwändig ist, verbunden mit dem Umstand, dass aus dem wissenschaftlichen Umfeld niemand daran interessiert ist, die Darwinsche Evolutionstheorie zu widerlegen. Dass sich der Evolutionsvorgang beim Menschen umkehrt und zahlreiche als unheilbar erscheinende Krankheiten hervorbringt, nimmt der Verstand gar nicht wahr. Genau das eröffnet aber die Möglichkeit, den Zusammenhang zwischen Verhalten und Evolution relativ leicht zu beweisen:

Schauen wir uns im Folgenden an, wie genau es dazu kommt, dass sich der Evolutionsprozess beim Menschen umkehrt:

weiter im Text: Sündenfall